# BeatYesterday vs. #MakeMyForerunner235Accurate

Da kommt mir doch die Galle hoch.

Ich liege – nichts böses ahnend – im Schlumpidress auf dem Sofa und relaxe. Übe mich im Extrem-Nixing. Schalte ab, auch vom Laufen. Das muss zwischendurch ebenfalls mal sein. Lasse meine Neuronen entspannt schwingen. Und schaue auf das große, viereckige Gerät an der Wand. Nichts bestimmtes, nur irgendwas. Zwischendurch nicke ich ein. Urlaub.

TATAAAAAA mein Lieblingsfeind erscheint auf dem Schirm. Unter dem Motto. „Beat Yesterday“ wird Werbung für elektronische Armfesseln gemacht. Von der Firma, die mir schon bei so manchem Lauferlebnis „in die Suppe gespuckt“ hat. Also bildlich gesprochen.

„Spüre, was es heißt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Gesünder zu leben, ausgewogener zu essen, sich wohler zu fühlen. #BeatYesterday hilft dir dabei. Indem es dich motiviert, ermutigt und immer wieder aufs Neue herausfordert. Schritt für Schritt entwickelst du dich weiter. Und übertriffst dich selbst! #BeatYesterday“ steht da auf der Webseite von Garmin geschrieben.

Genau das hat mir DAS GERÄT (Garmin Forerunner 235) übrigens kürzlich bescheinigt. Also das, mit der Weiterentwicklung. Dem besser werden. Dem sich selbst übertreffen.

Erstmals – so sagt DAS GERÄT – habe ich einen Wert von 44. Bei der LEISTUNGSSTATISTIK. Das entspricht einem „Ausgezeichnet“ (zwischen 39,7 und 45,2), schon recht nah an der Grenze zu „Überragend“ (beginnend bei 45,3).

 

Erfarhung Garmin Forerunner 235 beat yesterday

 

Und liefert nebenbei noch so eine schöne kompass-tortenartige Grafik dazu. Die mir zeigt, dass ich aktuell blau und kurz vor lila bin.

Boah, da wäre ich jetzt eigentlich stolz. Sehr stolz. Ja wenn, wenn ich einfach die Tatsachen ignorieren würde. Und DEM GERÄT vertrauen würde.

Tatsächlich bin ich grundsätzlich sehr, sehr langsam (also irgendwo in der Region von „Unterirdisch“). Darüber hinaus war ich an diesem Tag krank. Fühlte mich, als wenn ich alleine den Rentierschlitten ziehen würde. Ohne Schnee. Dafür mit grippalem Infekt.

Nach zwei kleinen Runden um den kleinen See war ich fertig mit allem. Auch mit dem Dativ.

Die Balkengrafik zeigt die in den Wochen zuvor absolvierten Trainings. Also zumindest die Entfernung. Und da ganz rechts, dieser minikleine orange Stummel mit dem pinken Pfeil dran, das ist der Lauf, zu dem mir DAS GERÄT einen noch nie dagewesenen Wert bei der LEISTUNGSSTATISTIK bescheinigt.

 

Erfarhung Garmin Forerunner 235 beat yesterday

 

  • #BeatYesterday.
  • #GerätMussAuchKrankSein.

3,82 Kilometer bei einer Pace von 7:00 und anschließender völliger Erschöpfung… Ich kann mich nicht erinnern, jemals so schlecht gewesen zu sein.

#DaKannDochIrgendwasNichtStimmen.

Mein Wunsch für das neue Jahr an Garmin wäre, dass man #BeatYesterday selbst mal versucht. Mal ausprobiert. Vielleicht sogar selbst umsetzt. Also insbesondere in der Softwareentwicklungsabteilung. Und im Kundenservice. #MakeMyForerunner235Accurate

@garmin „Spüre, was es heißt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. […] Schritt für Schritt entwickelst du dich weiter. Und übertriffst dich selbst! #BeatYesterday“

@garmin #MakeMyForerunner235Accurate,please!

Allen anderen, die nicht bei Garmin arbeiten, wünsche ich Augenmaß bei der Zielsetzung.

Was für ein Schwachsinn, jeden Tag ein bisschen besser werden zu wollen. Oder zu sollen. Sind nicht um uns herum genügend Anforderungen, denen wir genügen müssen?

  • #SchönReichUndGlücklich?
  • #MeinpferdMeineyachtMeinauto?
  • #MarathonIronmanUltrathlon?
  • #>1.000FacebookFreunde?
  • #SchnellerHöherWeiter?

 

@all #GENIESS-DEIN-LEBEN!

 

 

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