Jümmelauf 2016

Für Freitag Abend hatten wir uns den diesjährigen Jümmelauf in Detern (Ostfriesland) vorgenommen.

Am späten Nachmittag fängt es an zu regnen, immer mehr und mehr. In der Pfütze auf der Einfahrt baden schon die Amseln, so viel hat es in kurzer Zeit geregnet.

Absagen? Ein kurzer Blick aufs Regenradar meldet, dass es in Ostfriesland trocken ist, also Tasche packen und auf Gudrun warten. Wie sie mir auf der Rückfahrt dann „beichtet“, spielte sie mit dem Gedanken, Knieschmerzen vorzutäuschen, um eine Absage für den heutigen Lauf zu begründen.

Da wir aber beide wissen, wie schön solche Veranstaltungen sind, wie viel Spaß es macht und wie gut man sich hinterher fühlt, haben wir beide natürlich nicht abgesagt, sondern uns wie verabredet getroffen.

Vor der Abfahrt machten wir noch ein paar Video- und Fotoaufnahmen für eine professionelle Online-Laufanalyse mit Laufschuhempfehlung, die wir demnächst in Anspruch nehmen wollen.

Das Navi meldet 50 Minuten Fahrtzeit, also zügig. Durch die wunderschönen ostfriesischen Bauerndörfer, die so wunderbar gepflegt sind, überall blühende Sommerblumen, gemähter Rasen, gefegte Höfe. Es ist schon erstaunlich, wie die Landwirtinnen bei ihrer ganzen Arbeit noch die Zeit finden, ihre Höfe so wundervoll in Schuss zu halten.

Am Ziel angekommen finden wir schnell einen Parkplatz in der Nähe und suchen unsere Siebensachen aus dem Kofferraum zusammen.

 

alles Nötige dabei?

 

Da startet auch schon der Halbmarathon. Die Feuerwehr sperrt kurzerhand die Dorfstraße

 

die Feuerwehr sperrt die Durchgangsstraße für die Läufer

 

Unser erster Weg geht zur Anmeldung.

 

Die Anmeldung fand im Gebäude des Sportvereins statt

 

Schnell noch einmal die Waschräume aufsuchen und dann nach draußen. Ins Getümmel stürzen.

Hier werden gerade die Sieger der Kinderläufe geehrt

 

Siegerehrung der Kinderläufe

 

Noch 10 Minuten bis zum Start um 19:30 Uhr. Da fällt mir Gudruns farblich abgestimmtes Haargummi auf

 

farblich abgestimmtes Haargummi

 

Langsam in Richtung Start aufbrechen und aus alter Gewohnheit die Pulsuhr auf die Suche nach dem GPS-Signal schicken. Quatsch, brauche ich ja nicht mehr! Kurz vor dem Start dann die Pulsuhr auf die Suche nach dem Puls schicken, der schnell gefunden ist und mit 90 Schlägen doch eine kleine Aufregung verrät.

kurz vor dem Start des Jümmelaufs 2016

 

Der Startschuss fällt und das Starterfeld (bei 83 Finishern nicht allzu groß) setzt sich langsam in Bewegung. Dann geht die Strecke vorbei an wunderschönen Häusern, über die von der Feuerwehr gesperrten Straßen in Richtung Jümme. An der Jümme spielt eine Blaskapelle. Was andernorts die Sambatrommler, sind hier die Blechbläser. Nach der Jümmebrücke teilt sich die 10km- von der 5km-Strecke. Der Ordner weist uns aufgrund der Farbmarkierung an der Startnummer den richtigen Weg.

Leider sehen wir ab hier die Jümme nicht mehr, da sie auf der anderen Seite des Deiches fließt. Schade.

 

Laufstrecke beim Jümmelauf 2016 in Detern

 

Nach 2 Kilometern ist schon die Getränkestation postiert. Sehr praktisch, auf dem Rückweg kommen wir an dieser Stelle noch einmal vorbei.

Nach dem asphaltierten Weg geht es über landwirtschaftliche Wege. Hier fällt auf, wie viel Kraft ein mit langem Gras bewachsener Weg gegenüber Asphalt kostet. Dann ein Stück am Deich entlang und zurück über die Jümme-Brücke. Dort stehen ein paar Zuschauer und applaudieren. Das gibt uns gleich neuen Schwung.

Wir sind uns ja über die tatsächliche Streckenlänge unsicher. Werte zwischen fünf, fünfeinhalb und fünfkommasieben sind genannt. Da meine Garmin schon 5 Kilometer anzeigt, und das Ziel noch nicht erreicht ist, sind es mindestens fünfeinhalb. Vor einem Bauernhaus sitzen ein paar Leute. Die frage ich nach der Entfernung zum Ziel: Nicht mehr weit, gleich da hinter der Kurve. Die kommt bei fünfeinhalb Kilometern.

Komm, ein kleiner Endspurt ist noch drin ;-)) Zeitgleich kommen wir bei fünfkommasieben über die Ziellinie. Niedlich ist, dass der Sprecher unsere Outfits erwähnt ;-))

Auf die letzten Meter habe ich mich so angestrengt, dass mir etwas übel wird. Dann suchen wir die Zielverpflegung. Wie schön, es gibt heißen, süßen Zitronentee.

 

Zielverpflegung beim Jümmelauf

 

Hinterher sind wir einstimmig der Meinung, dass es wieder mal ein wunderschönes Lauferlebnis war. Auf dem Weg zum Auto sagt Gudrun, dass sie es erstaunlich findet, dass uns der Lauf so angestrengt hat, wo wir doch in den letzten Wochen ;-)) so viel trainiert haben.

Tatsächlich waren wir 15 Sekunden auf den Kilometer schneller, als zum Urwaldlauf vor zwei Monaten. Der Trainingseffekt ist also deutlich zu sehen.

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