Laufen ohne Kompression

Nachdem ich ja nun seit einiger Zeit nur noch „komprimiert“ laufe, also entweder mit Kompressionsbeinlingen (Calf Sleeves) oder mit kompletten Kompressionstights (die sich zwar etwas ungewohnt anfühlen aber sensationell schlank machen), wollte ich jetzt doch mal wissen, ob mir der gezielte Druck – abgesehen vom modischen Aspekt – tatsächlich fühlbare Vorteile bringt.

Bei meinen bisherigen Läufen mit Kompression stellte ich fest, dass ich meine Beine quasi nicht mehr wahrnehme, ich denke nicht an sie. Sie laufen einfach. Und nach dem Lauf fühlen sie sich schlicht an wie meine Beine, weder schwer, noch angestrengt, noch müde. Beine halt.

Auch bei Sommerhitze stören mich meine „Calf Sleeves“ nicht, die ich in Kombination mit meinen geliebten, gemütlichen „invisible“ Rechts-/Linkssocken trage, die kaum aus dem Schuh herausschauen.

Mama hat mir gezeigt, dass ich die Kompressionsdinger am besten in Rückenlage mit hochgestreckten Beinen anziehe, das soll zusätzlich entstauen. Und lustig ist es auch.

 

nur Papa läuft noch "unten ohne"
nur Papa läuft noch „unten ohne“

Es steht an ein 10 km Lauf ganz alleine bei 18°C.

Onnerböx, ¾ Lauftights, Lauffüßlinge und sonst nix am Bein. Wenn die Sonne schiene, würden die Beine sogar braun werden. Aber sie scheint nicht. Egal.

Zunächst merke ich keinen Unterschied, eben nur, dass die Waden nicht im Strumpf stecken und den Wind. Doch nach Kilometer 9 wird die Erschöpfung der Beine deutlich spürbar. Auch hinterher, nach den obligatorischen Dehnübungen und der erfrischenden Dusche, muss ich feststellen, dass ich meine Beine, und zwar von den Knöcheln bis hin zu den Oberschenkeln, deutlich spüre. Sie fühlen sich einfach kaputt an, müde und erschöpft.

Wow, mit einem so deutlichen Ergebnis zugunsten der Kompression hätte ich nicht gerechnet. Insgeheim hatte ich befürchtet, dass es sich eher um modischen Schnickschnack handeln könnte. Oder nur um etwas für Menschen mit Venenschwäche und Krampfadern. Oder Hochleistungssportler. Trifft jedoch alles drei definitiv nicht auf mich zu.

Im Laufe des Tages werden meine Beine immer unangenehmer, so dass ich irgendwann das Arnika Schmerzspray zücke und die Gräten damit gründlich mariniere.

Abends im Bett, am nächsten Tag… Jammer, jammer, jammer. Fühlt sich an wie: Ruhetag dringend erforderlich. Kein Sport, kein Nix. Noch nicht mal ein Amarenabecher ohne Sahne.

Und beim nächsten Lauf, das verspreche ich mir selbst hoch und heilig, kommen mindestens die langen Kompressionstights zum Einsatz. Mindestens!

 

Lange Kompressions Lauftight
Lange Kompressions Lauftight

Dieses Versprechen habe ich gehalten ;-))

P.S.: Alle Artikel auf den Bildern wurden von uns selbst bezahlt. Die Worte geben unsere persönliche Meinung wieder, diese wurde von den Herstellern weder honoriert, noch beeinflusst.

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