Motivation trotz Gegenwind

Der erste Lauf am Mittwoch nach dem Magenvirus zeigt deutlich, dass der Körper gelitten hat, die Leistung ist schlecht und die Strecke muss am Ende abgekürzt werden ;-)) Ich bin fertig. Es fühlt sich an, als wäre meine Lunge geschrumpft…

Doch was hält uns momentan aufrecht? Was motiviert uns, immer wieder die Laufschuhe zu schnüren (stimmt ja nicht, wir haben ja in all unseren Laufschuhen die Gummischnürsenkel, die nicht gebunden werden müssen)?

Wir haben uns ein Ziel gesetzt, ein „besonderer“ Lauf, an dem wir teilnehmen möchten. In knapp eineinhalb Jahren. Dieses Ziel, zusammen mit dem guten Gefühl (hinterher), etwas für die Gesundheit getan zu haben, lässt uns durchhalten. Auch wenn’s mal doof wird.

Auch der nächste Lauf am Freitag zeigt, dass Magen und Leistung noch nicht wieder die alten sind. Ich habe eine Strecke ausgesucht, die das noch nicht von uns „vermessene“ Teilstück zwischen Gudruns und meinem Zuhause beinhaltet. Natürlich geht es auf dem Hinweg mal wieder gegen den Wind, Orkanböen sind vorhergesagt, so schlimm ist es aber nicht.

 

Motivation trotz Gegenwind

 

Dennoch sieht man deutlich, wie Gudrun gegen den Wind kämpft…

Für heute ist Regen vorhergesagt, Graupelschauer und Gewitter. Doch es sieht noch ganz gut aus, vielleicht bleiben wir trocken. Nur der Wind…

 

Laufen bei Gegenwind

Laufen bei Gegenwind

 

O.K. Vermessung ist absolviert, 5,4 Kilometer bis zu dem Stück, zu dem wir schon von der anderen Seite mal gelaufen waren. Über die Brücke und mit Rückenwind am Banter See zurück. Leider ist es ja so, dass der Gegenwind mehr Kraft kostet, als der Rückenwind zurückgibt. Dafür genießen wir den Blick auf den Banter See und dass es noch nicht regnet.

Als wir uns dann vom Banter See entfernen und wieder Richtung Stadt laufen, sehen wir eine bedrohlich große und dunkelschwarze Wolke, aus der es tüchtig schüttet. Nicht hinsehen…

Wir biegen ab zum Bontekai und bekommen noch etwas „Treibstoff“: Ein an den Grünanlagen arbeitender älterer Herr ruft uns nach: „Wie bei Olympia“. Da müssen wir doch schmunzeln…

So langsam wird es immer dunkler und dann kommt der Graupel. Aua, das tut im Gesicht ganz schön weh! Glücklicherweise vom Gewitter keine Spur.

Zum Ende unseres Laufs reicht meiner lieben Laufpartnerin die absolvierte Strecke mal wieder nicht. Sie fragt immer: „Wie viel haben wir?“ und macht dann so ein Gesicht… Dann nimmt sie nicht den kürzesten Weg nach Hause, sondern läuft noch irgendwelche „Schnörkel“ durch die Stadt, damit die Strecke noch etwas länger wird.

Nach 12,5 km ist sie zufrieden ;-)) und ich bin erlöst…. Ist das schön, wenn der Schmerz nachlässt… Jetzt nur noch ruhig atmen und warten, bis sich die Übelkeit legt.

Es folgt das Dehnprogramm, die heiße Dusche und dann ein lecker gezuckerter Pfefferminztee. Herrlich.

 

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