Trainingslauf zu zweit

Immer wieder stelle ich fest, dass es mir echt schwerfällt, die richtige Kleidung für die gerade herrschenden Temperaturen zu finden. Vielleicht sollte ich mir mal eine Tabelle machen?

Heute ist ein recht windiger Morgen mein Handy zeigt 13°C. Was also obenrum anziehen?

Meine Wahl fällt auf eine Kombi aus Unterhemd, T-Shirt und einer hauchdünnen Fleecejacke mit Kapuze. Gudrun steht in T-Shirt und Weste vor mir. Und meint, ich hätte sie mit Magen/Darm angesteckt.

Kann ja nicht. Mein Magen/Darm hat schon vor 6 Wochen begonnen. So ganz o.k. bin ich zwar noch immer nicht, Ingwertee vertrage ich noch nicht, meinen Vitaminsaft nur mit Joghurt verrührt und auch sonst bin ich noch etwas schlapp.

Laufen will sie trotzdem – so wie ich ja auch gelaufen bin. Damals benutzte sie in meine Richtung die die Worte „verrückt“ und „laufsüchtig“. Soll ich sie daran erinnern? Besser nicht.

Ich beschließe, die Laufgeschwindigkeit und sie etwas besser im Auge zu behalten und eher auf eine kürzere Strecke zu drängen, damit sie sich nicht überanstrengt.

Zunächst erst einmal beginnt die nervige Aktion mit meiner zwei Jahre alten Pulsuhr: Finde das GPS-Signal, für die wir uns lieber in die Sonne stellen. Doch – völlig unerwartet – ist das Signal schon da und es kann losgehen.

Bereits nach den ersten Schritten wird mir klar, dass ich mal wieder viel zu warm angezogen bin. Erfreulicherweise kann ich die Jacke problemlos ausziehen und um die Hüfte binden.

Ein echt schöner Tag, die Sonne scheint und wir laufen kurz durch die Stadt, dann beim Reitverein vorbei durchs Grün, eine schattige Allee entlang.

Zum Glück ist der Boden asphaltiert, sonst würden wir aufgrund der Regenfälle der letzten Tage im Matsch versinken.

Am Meer angekommen gibt es eine kleine Runde um einen Hügel, an dem sich die Hundefreunde allmorgendlich treffen.

Den gewohnten Weiterweg können wir aufgrund des Schlamms nicht nehmen, also zurück, wie wir gekommen sind.

Zu Hause angekommen stehen 7,7 Kilometer auf dem Handgelenk. Und Gudrun freut sich, dass sie diese Strecke schon ohne große Anstrengung schafft.

Die App auf dem Smartphone zeigt uns unseren heutigen Erfolg.

 

07072016

Bei unseren anschließenden Dehnübungen wird sie von ihrem Pensionshund belagert, ein echt süßes Bild. Sie liegt auf dem Boden und Kalle legt sich halb auf sie, beißt ihr spielerisch in den Arm und fächelt uns mit seinem langen Ende tüchtig kühle Luft zu.

 

dehnenMitHund

Nach der erfrischenden Dusche geht’s für mich nach Hause und für Gudrun zur Arbeit…

Nächster Lauftermin: Samstag Nachmittag oder Sonntag Morgen, je nach vorhergesagtem Wetter.

 

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