Warum soll ich laufen?

Für mich gibt es nur einen einzigen Grund auf der Welt, warum ich laufe: Weil ich es will.

Früher wollte ich es wegen der Figur. Da war eine gute Figur mein innerer Antrieb. Heute will ich es, weil es mir gut tut und vor allem für meine langfristige Gesundheit.

Weil ich durch Laufen gute Laune statt Depressionen habe. Weil ich viel fitter im Kopf bin und die Schönheit der Natur erlebe. Nicht nur bei Sonnenschein.

 

Motivation zum Laufen

 

Weil ich hinterher das gute Gefühl habe, etwas nur für mich getan und auch etwas geschafft zu haben.

Laufen ist etwas, das Du nur für Dich tust. Für sonst niemanden.

So ganz nebenbei klappt es dann auch mit der Figur ;-))

Es wäre gelogen, wenn es mir immer leicht fiele, mich in Schale und Schuhe zu stecken und loszulaufen. Es gibt bestimmt eine Million von Gründen, die mir einfallen könnten, warum ich gerade heute nicht laufen kann.

Da hilft es mir dann, ein konkretes Ziel zu haben. Und natürlich eine Laufpartnerin, die es als „eiserne Lady“ nicht nur mit ihrem eigenen, sondern auch noch mit meinem inneren Schweinehund aufnimmt. Die Blamage, einen geplanten Lauf abzusagen, spare ich mir gerne. Nur sehr wenige Gründe sind für uns „zulässig“.

Das Ziel könnte sein, eine von Dir gewählte Kilometerzahl pro Woche zu schaffen und dies in einem Wandkalender, per Tagebuch oder per App zu dokumentieren. Und sich dann mal was schönes zu gönnen. Als Belohnung sozusagen.

Oder eine bestimmte Zahl von Kalorien zu verbrennen. Oder gemeinsam Sport zu machen.

 

Bremer Frauenlauf 2016

 

So ist Gudrun zum Laufen gekommen. Zunächst war eine Strecke von 3 Kilometern für sie sehr, sehr anstrengend. Heute lächelt sie gelegentlich noch bei Kilometer 12,5.

Irgendwann hat sich dann ein gemeinsames Ziel „ergeben“: Wir wollen nach New York zum Halbmarathon (United Airlines NYC Half). Und zwar im März 2018. Da ist Gudrun 60 und ich bin 50. Wir wollen die Strecke ohne Gehpausen schaffen und Spaß dabei haben. Den Lauf genießen. Die Umgebung, die anderen Läuferinnen und Läufer. Die Atmosphäre. Die Vorfreude, die Reise, die Spannung, das Erlebnis.

Dieses Ziel führt dazu, dass wir unsere Laufstrecke so nach und nach verlängern. Was sehr anstrengend ist. Und dass wir dreimal die Woche laufen. Was bei verlängerter Strecke auch anstrengend ist. Im Winter, bei Dunkelheit, kaltem Wind und Nieselregen sowieso.

Im Herbst 2017 ist die erste Laufveranstaltung mit einem Halbmarathon geplant. Bis dahin wollen wir die 10 Kilometer unter „Wettkampfbedingungen“ mit langsam länger werdenden Strecken im Training nutzen, um unsere Ausdauer zu steigern. Und uns auf unser Ziel vorzubereiten.

Zur Visualisierung dieses Ziels habe ich mir mit Google Maps Manhattan auf den Bildschirm geholt und mit der rechten Maustaste die Laufstrecke (na ja, so ungefähr) vermessen.

Die Grafik habe ich mir kopiert und bei einer Onlinedruckerei auf Acryl drucken lassen. Schön eingerahmt und auf mein Bilderbord gestellt. Nun kann ich mit Magneten (einer vorne, einer hinter dem Bild) markieren, welche Strecke mir schon leicht fällt, welche Strecke ich gut schaffe und wie weit ich überhaupt schon gelaufen bin.

 

New York Halbmarathon als Ziel

 

Einmal rings um den Central Park sind es über den Daumen 10 Kilometer. Die schaffen wir mittlerweile leicht. Über den Times Square bis zum Hudson sind es 12,5 Kilometer. Auch die schaffen wir schon nahezu mühelos.

Dann wird es etwas anstrengender, die 14 gehen auch noch gut. Dann wird es schwer.

Einen einsamen Lauf habe ich schon mit 17 absolviert. Auch das geht. Also werden 21 auch gehen. In ein paar Monaten. Und in einem Jahr wird es uns leicht fallen. So wie vielleicht aktuell 14. Da bin ich sicher.

In trüben, lustlosen Momenten schaue ich auf der Webseite der New York Roadrunners vorbei. Oder suche im Netz nach Bildern des New York Half. Oder nach Youtube-Filmchen. Stelle mir vor, wie wir beide mit der tollen Medaille um den Hals in die Kamera lächeln. Glücklich.

Darum laufe ich.

Auch bei Schietwedder. Oder mit Kopfschmerzen (aber ohne Schmerzmittel!). Bei akuter Unlust. Oder im Dunkeln. Vor dem Aufstehen, wenn die Haare nicht liegen, selbst bei Gegenwind.

 

Natur pur beim Wildeshauser Nikolauslauf

 

Aber ich mach es mir dabei so schön, wie möglich. Mit toller Gesellschaft.

 

fliegende-schnecken

 

Mit der richtigen Kleidung, die mir gefällt und das Wetter so gut wie möglich draußen lässt. Und guten Laufschuhen. Mehr als ein aktuelles Paar.

Mit dem Schreiben über unsere Läufe und den schönen Fotos.

Mit motivierenden Events, auch Volksläufe, Laufveranstaltungen oder „…. ’s run“ genannt.

 

10 Km Läufer beim 12. swb Marathon in Bremen

 

Was motiviert Dich? Welches Ziel hast Du?

 

 

7 thoughts on “Warum soll ich laufen?

  1. Wenn ich diesen Bericht lese, freu ich mich für euch.
    Ich drücke euch die Daumen das ihr euer Ziel erreicht!!!!
    Nach dem lesen habe ich für mich beschlossen
    – Siehste geht doch. Los raff dich auf, sofort!!!!-
    Viele Grüße, weiter so

    1. Hallo Frank,
      danke fürs Mitfreuen.
      Und, hat es geklappt, mit dem sofortigen Aufraffen?
      Viele Grüße
      Nancy

  2. Da hast Du Dir ein schönes Ziel @NYHalf gesetzt… viel Spass beim Erreichen. Und genau genommen ist Dein Grund der Beste: Weil man es will…

  3. Viel Erfolg beim Erreichen des Ziels.
    P.S. Ist es nicht eigentlich toll, dass wir (eingebildete) Figurprobleme haben? Hätten wir sonst je mit dem tollen Sport angefangen?

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